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Bad-Sanierung-Angebot prüfen

Bad-Angebot prüfen, bevor du unterschreibst

Ein Bad-Angebot sieht oft übersichtlich aus: Fliesen, Dusche, WC, Waschtisch, ein paar Pauschalen, eine Endsumme. Genau in dieser Übersichtlichkeit verstecken sich die teuersten Lücken. Was im Angebot fehlt, kommt während der Sanierung als Nachtrag zurück — und dann sitzt du in einem aufgerissenen Bad und hast keine Verhandlungsposition mehr. Diese Seite zeigt dir, worauf du achten musst.

Eine komplette Bad-Sanierung kostet meist 12.000 – 25.000 €.

Wo bei Bad-Sanierung-Angeboten Geld verloren geht

Abdichtung der Dusche fehlt

Risiko hoch

Bei einer bodengleichen Dusche ist eine normgerechte Verbundabdichtung (unter den Fliesen) zwingend vorgeschrieben. Diese Position fehlt in vielen Angeboten. Fehlt sie auch in der Ausführung, drohen Jahre später teure Wasserschäden — die häufigste Pfusch-Ursache im Bad.

Entsorgung des Bauschutts

Risiko mittel

„Demontage Altbestand" heißt nicht automatisch Abtransport und fachgerechte Entsorgung. Bauschutt, alte Wanne, Fliesen und Sanitärobjekte kosten schnell mehrere hundert Euro extra, wenn sie als separate Position nachberechnet werden.

Gefälle-Bodenaufbau bei bodengleicher Dusche

Risiko hoch

Eine bodengleiche Dusche braucht einen gefälleführenden Estrichaufbau. Steht im Angebot nur „Dusche bodengleich" ohne Hinweis auf den Bodenaufbau, kann genau dieser Aufwand als Nachtrag kommen — besonders in Altbauten.

„Standardqualität" bei Fliesen und Objekten

Risiko mittel

Begriffe wie „Standardqualität" oder „Markenware" ohne Hersteller, Serie und Preisklasse sind keine Zusage. Du weißt nicht, was eingebaut wird, und kannst das Angebot nicht mit anderen vergleichen.

Elektro im Nassbereich ohne Prüfprotokoll

Risiko mittel

Steckdosen, Beleuchtung und Spiegelschrank im Bad unterliegen besonderen Schutzanforderungen (VDE 0100-600, IP-Schutzklassen). Fehlt ein Mess- und Prüfprotokoll, fehlt der Nachweis für Versicherung und Abnahme.

Zahlungsplan mit hoher Vorkasse

Risiko hoch

Mehr als 30 % Anzahlung ist unüblich. Steht im Angebot „50 % bei Auftrag, 50 % bei Beginn", zahlst du 100 %, bevor gearbeitet wurde — und verlierst jedes Druckmittel bei Mängeln.

Das gehört in ein vollständiges Bad-Sanierung-Angebot

  • Verbundabdichtung im Dusch-/Nassbereich ist als eigene Position aufgeführt
  • Demontage UND Entsorgung des Bauschutts sind enthalten
  • Bodenaufbau / Gefälle für die bodengleiche Dusche ist berücksichtigt
  • Fliesen mit Hersteller, Serie und Format benannt (nicht „Standard")
  • Sanitärobjekte (WC, Waschtisch, Armaturen) konkret mit Modell
  • Elektroarbeiten mit Mess- und Prüfprotokoll
  • Anzahlung maximal 30 %, Restzahlung nach Abnahme
  • Verbindlicher Ausführungszeitraum und 5 Jahre Gewährleistung

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Bad-Sanierung-Angebot: häufige Fragen

Was kostet eine Bad-Sanierung 2026?

Eine komplette Sanierung eines durchschnittlichen Bades (6–10 m²) liegt meist zwischen 12.000 und 25.000 Euro, je nach Materialqualität, Grundrissänderung und Region. Reine Teilsanierungen sind günstiger.

Welche Position wird im Bad-Angebot am häufigsten vergessen?

Die Verbundabdichtung im Duschbereich und die Entsorgung des Bauschutts. Beide fehlen auffällig oft und werden dann als Nachtrag berechnet. Die fehlende Abdichtung ist zusätzlich ein echtes Schadensrisiko.

Wie viel Anzahlung darf der Handwerker fürs Bad verlangen?

Üblich sind bis zu 30 %. Bei materialintensiven Aufträgen kann es etwas mehr sein, sollte aber begründet sein. Eine Forderung von 50 % oder mehr vor Arbeitsbeginn ist ein Warnsignal.